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Workshop „Einzelbetriebliche Naturschutzberatung für die Landwirtschaft - Initiativen vernetzen!“

vom 6. bis 7. Dezember 2006 in Witzenhausen

Inhaltsübersicht über die Impulsreferate

zusammengestellt von Gregor Franz

Eva Meyerhoff, KÖN:
Fünf Jahre einzelbetriebliche Naturschutzberatung am KÖN - Aktuelles

Die Schwerpunktthemen der seit fünf Jahren bestehenden Naturschutzberatung in Niedersachsen sind Heckenanpflanzungen, Streuobstwiesen, Eingriffsregelungen und Blühstreifen, da dies die Hauptaspekte des Naturschutzes sind, für die von Seiten der Höfe eine Beratung angefordert wird. Neben der Beratung von Einzelprojekten arbeiten Eva Mayerhoff und ihre Kollegin Birgit Petersen auch gesamtbetrieblich, so dass Naturschutzpläne für den gesamten Betrieb erstellt und umgesetzt werden. Dies soll in der Zukunft noch mehr fokussiert werden, um noch stärker in die Fläche zu gehen und eine stärkere Integration von Naturschutzmaßnahmen auf den Wirtschaftsflächen zu erreichen.



Ute Buschhaus, Ökolandbau-Naturschutzberaterin, Hamm:
Ein halbes Jahr Naturschutzberatung für die Landwirtschaft in NRW

Seit Mai 2006 gibt es in Nordrhein-Westfalen das Angebot einer einzelbetrieblichen Naturschutzberatung, ein Projekt der Verbände Bioland NRW und Demeter NRW. Finanziert wird sie durch die Stiftung für Umwelt und Entwicklung SUE. Biologische, wie auch konventionelle Landwirte können sich an die Beraterin Ute Buschhaus wenden. Schwerpunktthemen sind unter anderem Ausgleichsmaßnahmen, Hecken- und Gehölzanpflanzungen, sowie Blühstreifen im Acker- und Gemüsebau.



Torsten Rentz, Velbert:
Gesamtbetriebliches Natur- und Landschaftskonzept am Bsp. Schepershof (Velbert, NRW)

Der Schepershof ist einer von fünf Biohöfen im Windrather Tal, das südlich an das Ruhrgebiet anschließt. Torsten Rentz hat hier über die vergangenen fünf Jahre hinweg gezielte Landschaftsarbeit mit Höfen betrieben. Sein Ansatz setzt an der Landschaftswahrnehmung an, die gemeinsam mit einer „Landschaftsgruppe“ - acht bis zehn Personen aus dem Hofumfeld - stattfindet. Die Maßnahmen sollen neben naturschützerischem Wert auch ästhetische Qualität besitzen.



Axel Heinze, Meißen:
Freiwillige Umweltallianz in Sachsen: Vier Jahre Projektarbeit partnerschaftlicher Umweltschutz - Rückblick und Vision

Über die Umweltallianz Sachsen wird Axel Heinzes Projekt „Landwirtschaft und Ökologie in der Lommatzschen Pflege“ finanziert. Im Rahmen des Projektes werden in dem landwirtschaftlichen Gunstgebiet Naturschutzmaßnahmen umgesetzt und auch alte Haustierrassen und Obstsorten der Region zu erhalten versucht. Dokumentiert wird die Arbeit unter anderem in zwei Projektfilmen.



Niklas Ulrich, Naturschutzring Aukrug e.V.:
Erfahrungen mit Naturschutzberatung im lokalen Bündnis des Naturparks Aukrug/ Schleswig-Holstein

Der Naturschutzring Aukrug, bei dem Niklas Ullrich arbeitet, ist ein regionales Bündnis, das sich als „Schnittstelle“ zwischen der Bevölkerung, der Landwirtschaft und dem Land Schleswig-Holstein sieht. Es wird konkret versucht, auf 15.000 ha die Naturschutzziele des Landes, so z.B. Natura 2000 und die EU-Wasserrahmenrichtlinie, in Zusammenarbeit mit den Landwirten umzusetzen.



Andreas Wolfart, Landsberg:
Landschaft auf Betriebsebene individuell gestalten - ein Leitfaden für die Praxis

In Zusammenarbeit mit Torsten Rentz hat Dr. Andreas Wohlfahrt einen Leitfaden entwickelt, nachdem Landwirte auf Basis der eigenen Motivation ihre Hoflandschaft entwickeln können. Die Wahrnehmung der Landschaft ist dabei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Findung von konkreten Maßnahmen.



Sebastian Lakner (INA, Göttingen):
Einzelbetriebliche Naturschutzberatung für Landwirte im institutionellen Rahmen der FFH-Managementplanung in Sachsen

Im Kontext der Umsetzung der FFH-Richtlinie ist das Planungsbüro in Plauen, mit dem Sebastian Lakner zusammenarbeitet, für die Identifikation von schützenswerten Gebieten und die Erarbeitung von Maßnahmen und Bewirtschaftungsrichtlinien für die entsprechenden Flächen zuständig. Das Planungsbüro setzt dabei besonders auf Kooperation mit den betroffenen Landwirten.



Alois Fersch:
Das Netzwerk Blühende Landschaft

Alois Ferch berichtete über das Netzwerkes Blühende Landschaft, das sich außer an Landwirte auch an Privatgartenbesitzer und Kommunen wendet, um blühende Pflanzen wieder verstärkt in die Landschaft zu integrieren und dadurch ein Nahrungsangebot für blütenbesuchende Insekten zur Verfügung zu stellen. Hervorgegangen ist das Netzwerk aus dem Verein Mellifera e.V. und wird vor allem durch die Arbeit von Utto Baumgartner getragen.



Nicole Krüger, Stiftung Ökologie und Landbau:
Das Projekt Blühender Chiemgau

Das vom Netzwerk Blühende Landschaften initiierte und durchgeführte Projekt Blühender Chiemgau soll vor allem Landwirte motivieren, Blühsteifen zu säen, blühende Zwischenfrüchte zu verwenden und im Grünland Schnittzeitpunkte so zu legen, dass der Blütenreichtum der Agrarlandschaft erhöht wird.



Susanne Hildebrandt, Ing.-Büro für Umweltplanung, Koblenz:
Naturschutzfachberatung in der Landwirtschaft - Perspektiven in Rheinland-Pfalz

Susanne Hildebrandt hat in Rheinland-Pfalz die Möglichkeiten ausgelotet, eine einzelbetriebliche Naturschutzberatung für Landwirte aufzubauen. Dabei nahm sie unter anderem Meinungsbilder der Ökolandbauverbände auf. Aktuell wird eine erste Seminarveranstaltung vorbereitet, um lokale Akteure und Unterstützer zusammenzubringen.



Eckart Grundmann, IBDF, Darmstadt:
Einzelbetriebliche Naturschutzberatung für den Ökologischen Landbau in Hessen – Testlauf und Perspektiven

Eckart Grundmann bereitet einen Testlauf für eine Naturschutzberatung in Hessen, getragen vom Institut für Biolologisch-Dynamische Forschung in Darmstadt. Die vorhandene Motivation der Landwirte soll gezielt unterstützt werden und die in der Praxis anzutreffenden Produktionsverfahren dahingehend optimiert werden, dass ein Nutzen für die Natur und den Landschaftserhalt entsteht.



Wolfram Güthler, DVL, Ansbach:
Perspektiven einzelbetrieblicher Naturschutzberatung aus Sicht der Landschaftspflegeverbände

Zentrales Anliegen der Landschaftspflegeverbände ist der Naturschutz in Kooperation mit den Landwirten. Daneben ist auch das Erzielen von regionaler Wertschöpfung, z.B. in Form von Vorteilen für den Tourismus, ein wesentliches Ziel. Daneben leisten die Verbände Lobbyarbeit für den Naturschutz auf Länderebene und auch in Brüssel. Ziel hierbei ist vor allem eine im Sinne des Naturschutzes sinnvolle Ausgestaltung der Umweltprogramme.



Tagungsteilnehmer

Tagungsteilnehmer

Tagungsteilnehmer

Tagungsteilnehmer bei Workshop

Ute Buschhaus

Tagungsteilnehmer

Sebastian Lakner

Axel Heinze

Tagungsbüro

Tagungsbüro

Tagungsbüro

Tafelbild

Thomas van Elsen
Forschungsinstitut für biologischen Landbau Kompetenzzentrum Ökolandbau Universität Kassel Bundesprogramm Ökologischer Landbau

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